Die Ría von Avilés: Wiederherstellung des Ökosystems durch künstliche Mikorrhiz-Elemente

Die Ría von Avilés erholt sich zunehmend, was durch die Mikorrhiz-Strukturen deutlich wird, die vor anderthalb Jahren an verschiedenen Orten installiert wurden. Diese Strukturen haben zur Ansiedlung von 42 Arten geführt, was laut der Hafenbehörde ein Zeichen für ein „gesundes Ökosystem“ ist.

Die Bedeutung der Mikorrhiz-Strukturen

Zusätzlich zu der reichlichen Biomasse und den Algen, die die Strukturen vollständig bedecken, konnte in dieser Studie festgestellt werden, dass unter den neu angesiedelten Tierarten beispielsweise die Facelina auriculata entdeckt wurde. Dieser fleischfressende Nacktschnecke trägt zur ökologischen Balance bei, indem sie die Population von wirbellosen Tieren reguliert. Auch die Serpula vermicularis, ein Wurm, der Kalkröhren baut, hat sich etabliert.

Die Anwesenheit von symphodus, einem Fisch aus der Familie der Labridae, bestätigt die Verbesserung der Wasserqualität in der Ría von Avilés und den Erfolg des Kolonisationsprozesses dieser Strukturen, wie von der Hafenbehörde erläutert wird.

Vielfältige tierische und pflanzliche Ansiedlungen

Die sechs Paneele simulieren das Funktionieren eines natürlichen Riffs und vervielfachen die Biodiversität um das Sechsfache. Zur Überwachung kommt ein fortschrittliches Informations- und Monitoringsystem zum Einsatz, das Unterwasserdrohnen und künstliche Intelligenz integriert.

Alejandro Varas, Leiter der Abteilung für Nachhaltigkeit der Hafenbehörde Avilés, zeigt sich zufrieden mit den Ergebnissen der Studie und berichtet, dass in etwas mehr als einem Jahr weitaus mehr Arten als an der Kontrollwand, die die Mole neben den Riffen darstellt, identifiziert wurden.

Artenvielfalt auf den künstlichen Mikorrhiz-Strukturen

  • Facelina auriculata: Eine fleischfressende Meeresnacktschnecke, die zur Regulierung von wirbellosen Tieren in felsigen Böden beiträgt.
  • Ophiura sp: Eine fragile Schlangensterne, die detritiv ist und hilft, das marine Umfeld sauber und sauerstoffreich zu halten.
  • Ñocla und Serpula vermicularis: Beide tragen zur marinen Balance bei, indem sie andere Invertebraten fressen oder Kalkröhren bauen.
  • Ctenolabrus rupestris: Ein Küstenfisch, der in felsigen Gebieten lebt und auf eine gute Verfügbarkeit von Schutz und Nahrung hinweist.

Die Mikrostrukturen begünstigen zudem besonders die Krebse; Varas berichtet von zahlreichen Krabben und Ñoclas, die bei der letzten Überprüfung im November entdeckt wurden.

Strategische Standorte der Installationen

Die Mikorrhiz-Elemente wurden im Juni 2024 an zwei strategischen Standorten installiert: drei im südlichen Bereich des San Agustín-Docks (gegenüber dem Zentrum Niemeyer) und weitere drei im westlichen Bereich des San Juan-Docks. Diese Standorte wurden gewählt, um ihre Kompatibilität mit den Hafenoperationen und normalen Navigationsbedingungen zu gewährleisten.

Varas erklärt, dass die Auswahl der beiden Standorte aufgrund ihrer unterschiedlichen Merkmale getroffen wurde, um die Regenerationsfähigkeit des Ökosystems in der Ría zu testen.

Die langfristigen Ziele des Projekts

Das innovative Projekt zur Meeresregeneration steht im Einklang mit dem Engagement des Hafens von Avilés für Nachhaltigkeit und den Schutz des marinen Umfeldes. Es hat eine Dauer von zwei Jahren nach der Installation der Strukturen und wird von dem spanischen Unternehmen Ocean Ecostructures durchgeführt, das exklusive Technologien anwendet.

Die in den sechs installierten Strukturen überwachten biologischen Parameter umfassen die Biodiversität sowie die Biomasse und den gebundenen CO2. Zudem werden physikochemische Parameter wie Trübung, Chlorophyll, Temperatur und Sauerstoff der Wasserbedingungen analysiert.

Anna Lloveras, wissenschaftliche Direktorin bei Ocean Ecostructures, hebt hervor, dass ihre weltweit einzigartige Lösung messbare Ergebnisse liefert und ein fortschrittliches Monitoringsystem kombiniert, das Robotik und künstliche Intelligenz integriert.

Ausblick auf zukünftige Monitoring-Projekte

Die nächste Überwachung der Mikorrhiz-Elemente wird im Frühjahr dieses Jahres stattfinden, um neue Ergebnisse zu erzielen. Das Projekt soll im Juni dieses Jahres abgeschlossen werden, da die von der Hafenbehörde beauftragte Untersuchung auf zwei Jahre angelegt war.

Varas zeigt sich optimistisch bezüglich der zukünftigen Ergebnisse und betont, dass die Qualität des Wassers eine Regeneration des Ökosystems ermöglicht.

Das Projekt wird auch weiterhin Informationen zur Fähigkeit der Arten zur Ansiedlung in der Ría liefern und als Frühwarnsystem für neue Arten fungieren. „Die Ergebnisse belegen die Verbesserung der Umweltqualität im Estuar von Avilés,“ schließt Varas.