Die Ankunft der Asiatischen Hornisse in Málaga: Erste Nester von Velutina gesichtet

Ende Oktober wurde der erste Sichtungsbericht von Vespa velutina in Alhaurín de la Torre gemeldet. Aktuell haben lokale Ranger Nester in der Hauptstadt entdeckt, insbesondere in Gebieten nahe ansiedelter Zonen.

Die Asiatische Hornisse und ihre Auswirkungen

Die Vespa velutina, auch bekannt als Asiatische Hornisse oder „mörderische“ Wespe, ist eine invasive Art, die insbesondere im Südosten Asiens beheimatet ist. Sie zeichnet sich durch ihre große Körpergröße aus, besitzt einen dunklen Körper mit einem orangefarbenen Streifen sowie gelben Beinen. Ihre erste Ankunft in Europa datiert auf die frühen 2000er Jahre, seitdem hat sie sich vor allem im Norden Spaniens rasant verbreitet.

In Málaga gibt es zwei invasive Wespenarten: die orientalische Wespe (Vespa orientalis) und die Vespa velutina. Beide sind schädlich für die Biodiversität, doch die velutina ist besonders gefährlich.

Über die aktuelle Situation äußert sich Juan J. Zamudio García, Supervisor der Dienste von RapiPlaga: „Wir haben Nachweise der Vespa velutina in der Region. Diese Art ist besser an kalte und feuchte Klimabedingungen angepasst. Der vergangene Winter war kälter als gewöhnlich, was möglicherweise die Präsenz der Vespa orientalis verringert hat, deren Königinnen sich nicht so gut auf Kälte vorbereiten.“

Bedeutung für Imker und Umwelt

Die rapide Zunahme der Asiatischen Hornisse ist besonders besorgniserregend für Imker, da sie eine doppelte Bedrohung sowohl für die öffentliche Gesundheit als auch für die lokale Biodiversität darstellt. Zusätzlich zu den velutina-Nestern sind bereits Vespa orientalis-Nester in der Region aufgetaucht, die zahlreiche Bienenzuchtbetriebe geschädigt haben. „Es wäre ratsam, Kontrollen im Stadtgebiet durchzuführen, da durch den Anstieg des Containerverkehrs im Hafen von Málaga neue Hornissen eindringen könnten“, warnen Vertreter des Imker- und Umweltzentrums Bee Garden.

Die Vespa orientalis ist während ihrer Hibernation ebenfalls aktiv, und Experten befürchten, ohne dringende Maßnahmen könnte die Anzahl der Wespen weiter zunehmen.

Öffentliche Beschwerden über das Problem wurden inzwischen auch auf der Plattform Change.org gepostet, wo bereits über 76.000 Menschen für Maßnahmen des Ministeriums für Landwirtschaft, Fischerei, Ernährung und Umwelt unterschrieben haben, um die Ausbreitung dieser invasiven Arten zu stoppen.

Die Situation der Orientalischen Wespe

Die orientalische Wespe (Vespa orientalis) stellt ebenfalls ein ernstes Problem dar, da ihre Verbreitung in der Provinz in den letzten Jahren um 30 % zugenommen hat. Nester befinden sich häufig in der Nähe von Wohngebieten, was zu Stichen bei Anwohnern führt. Ihre maximale Aktivitätsperiode erstreckt sich von Sommer bis Herbst, da sie während dieser Zeit Nahrung für ihre Larven benötigt, die reich an Proteinen ist. Diese wird hauptsächlich aus Bienen gewonnen, wodurch sie Bienenvölker angreifen und erheblich reduzieren.

Die Auswirkungen der Verbreitung sowohl der orientalischen als auch der asiatischen Hornisse gehen über die Imkerei hinaus. Diese Arten stellen auch eine direkte Bedrohung für die Landwirtschaft dar, indem sie Früchte und Ernten angreifen, wodurch die kommerzielle Wertigkeit der Produkte beeinträchtigt wird. Zudem erhöht die Nähe der Nester zu urbanen Zentren das Risiko zufälliger Begegnungen mit Menschen.

Wenn die aktuelle Situation anhält, könnte dies zu einer ernsthaften Bedrohung für das Überleben der Bienen führen, was gravierende Folgen für die Biodiversität hätte.