Im Laufe des Jahres sorgt die Neigung der Erdachse dafür, dass während des Sommers einer der Pole stärker zur Sonne geneigt ist. In einigen Gegenden sinkt die Sonne wochenlang nicht, und an den geografischen Polen kann sie bis zu sechs Monate lang sichtbar bleiben.
Das Phänomen des Mitternachtssonnens verwandelt das zeitliche Erlebnis in den Polarregionen radikal. Während des Sommers bleibt die Sonne auch nachts sichtbar, was dazu führt, dass der Tag in der Arktis und Antarktis endlos scheint.
In bestimmten Regionen unterbreitet die Sonne wochenlang ihren Untergang, und an den geografischen Polen kann der Sonnenaufgang über einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten hinweg ausbleiben. Diese Gegebenheit schafft einen klaren oder sanft orangefarbenen Himmel die ganze Nacht hindurch, was sowohl von den Einheimischen als auch von den Besuchern Anpassungen fordert. Letztere leben unter kontinuierlichem Licht.
Das Phänomen ist mit der Neigung der Erdachse verbunden. Diese Neigung bewirkt, dass während des Sommers einer der Pole stärker der Sonne zugewandt ist. Das Sonnenlicht erreicht diese Regionen über längere Zeiträume, was den Untergang der Sonne verhindert.
Je näher der Standort am Pol liegt, desto länger ist die Dauer des Mitternachtssonnens. An den Grenzen der Polarzirkel tritt sie rund um die Uhr während der Sommersonnenwende auf. An den Nord- und Südpolen kann der ununterbrochene Tag ungefähr sechs Monate lang dauern.
Die Mitternachtssonne tritt nördlich des Polarkreises in der Nordhalbkugel und südlich des Antarktischen Polarkreises in der Südhalbkugel auf. Länder wie Norwegen, Schweden, Finnland, Russland, Kanada und Regionen in Alaska gehören zu den bekanntesten Orten, um dieses Phänomen zu beobachten.
In der Südhalbkugel tritt es ausschließlich in der Antarktis auf. Da der Kontinent keine dauerhafte Bevölkerung hat, bleibt die Erfahrung auf Forscher und wissenschaftliche Teams beschränkt, die während des Sommers in der Region tätig sind.
Das konstante Licht verändert grundlegend den Alltag vor Ort. Mit mehr Stunden Tageslicht werden Arbeits- und Freizeitaktivitäten bis weit in die Nacht hinein ausgeweitet. Branchen wie Fischerei, Bauwesen und der Tourismussektor nutzen diesen Zeitraum, um ihre Arbeitszeiten zu verlängern, während Parks und öffentliche Bereiche bis spät in die Nacht belebt bleiben.
In der Natur spüren auch Pflanzen und Tiere die Auswirkungen. Ohne die Anzeichen der Nacht passen manche Arten ihre Ruhe-, Ess- und Migrationszyklen an.











