Der Vorsitzende von TSMC, Wei Zhejia, bezeichnete Künstliche Intelligenz (KI) als eine Realität und bezeichnete sie als einen herausragenden Trend in der Technologie.
Es gibt viele Fragen zu der Technologie: Ist Künstliche Intelligenz nur ein Hype? Ist die Nachfrage stark genug, um massive Kapitalinvestitionen in KI-Datenzentren zu rechtfertigen? Laut dem Bericht von The Motley Fool äußert sich Wei Zhejia selbstbewusst über den „Trend der Künstlichen Intelligenz“. Gleichzeitig passt TSMC seine Investitionen vorsichtig an, um die Chancen im KI-Sektor zu nutzen.
Wachstum und Prognosen
TSMC hat für das vierte Quartal 2025 beeindruckende Ergebnisse bekannt gegeben. Das Umsatzwachstum beträgt 20,5 % im Jahresvergleich, während der Nettogewinn um 35 % gestiegen ist. Aufgrund der anhaltend starken Marktnachfrage erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2026 stabile Ergebnisse und prognostiziert einen Umsatzanstieg von fast 30 % im laufenden Jahr. Darüber hinaus soll das Unternehmen bis 2029 eine jährliche Wachstumsrate von 25 % beibehalten.
Bis 2029 wird ein jährlicher Umsatzanstieg von mindestens 50 % bei KI-Beschleunigern prognostiziert. Angesichts der hohen Nachfrage nach KI-Chips und der langfristigen Engpässe in der fortschrittlichen Halbleiterfertigung wird die schrittweise Expansion von TSMC von den Hauptakteuren der KI-Branche als frustrierend empfunden.
Vorsichtige Investitionen und Bedenken
TSMC zeigt sich traditionell zurückhaltend und risikoscheu. Mit der zunehmenden Zuversicht in die zukünftige Nachfrage erhöht das Unternehmen jedoch seine Investitionen. Dabei handelt es sich nicht um eine vollständige Investition, sondern um eine schrittweise Erhöhung der Kapitalausgaben, um die Möglichkeiten im KI-Bereich zu nutzen.
Trotz positiver Prognosen gibt es bei TSMC auch Bedenken hinsichtlich einer möglichen KI-Blase. Der Bau eines modernen Halbleiterwerks erfordert Jahre und Investitionen in Milliardenhöhe. Wenn TSMC überoptimistisch wirtschaftet und überbaut, kann die Rentabilität erheblich leiden.
Auf eine Frage von Analysten zur Entwicklung der KI-Nachfrage sagte Wei: „Ich mache mir auch ernsthafte Sorgen.“ Er fügte hinzu, dass unkontrollierte Kapitalausgaben eine „große Katastrophe“ nach sich ziehen könnten.
Bewertungen der KI-Nachfrage
Trotz einer konservativen Strategie hat Wei in den letzten Monaten Gespräche mit TSMCs Kunden und deren Kunden geführt, um die tatsächliche Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz zu bewerten. Seiner Meinung nach ist Künstliche Intelligenz eine reale Existenz und er bezeichnet sie als einen bedeutenden Trend.
Die Kunden von TSMC sind Unternehmen wie Nvidia und AMD, während deren Kunden große Cloud-Service-Anbieter und Käufer von KI-Beschleunigern sind. Die finanzielle Stabilität dieser Anbieter stärkt Weiszs Zuversicht.
Interne Optimierung durch KI
Ein weiterer Indikator für das Vertrauen von TSMC in die KI-Nachfrage ist die Nutzung von Künstlicher Intelligenz zur Steigerung der Effizienz in der Waferfertigung. Wei räumte ein, dass durch KI eine Effizienzsteigerung von 1 % bis 2 % bei nahezu null Kosten erreicht wurde, ohne ins Detail zu gehen.
Erwartete Kapitalausgaben
Angesichts des wachsenden Vertrauens in die KI-Nachfrage wird TSMC erwartet, dass die Kapitalausgaben in diesem Jahr zwischen 52 und 56 Milliarden US-Dollar liegen werden. Im Vergleich dazu betrugen die Kapitalausgaben für 2025 etwa 40 Milliarden US-Dollar, was zeigt, dass das Unternehmen in den kommenden Jahren eine weitere Erhöhung der Ausgaben einnnehmen wird.
Um die Marktbedürfnisse zu bedienen, hat TSMC auch mit der Produktionsvorbereitung für das zweite Waferwerk in Arizona begonnen. Das Unternehmen plant, im zweiten Halbjahr 2027 mit der Massenproduktion zu beginnen, und hat kürzlich ein zusätzliches Grundstück erworben, um zukünftige Erweiterungen zu unterstützen.











