Jensen Huang, der CEO von Nvidia, äußerte kürzlich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, dass der Bedarf an Elektrikern und Klempnern aufgrund der künstlichen Intelligenz (KI) steigen wird, sodass diese Berufe Gehälter im sechsstelligen Bereich erzielen könnten. Diese Aussagen machte er im Rahmen eines Gesprächs mit Larry Fink, dem CEO von BlackRock.
Notwendigkeit zusätzlicher Investitionen in KI-Infrastrukturen
Huang argumentierte, dass in den kommenden Jahren zusätzlich Milliarden von Dollar in die KI-Infrastruktur investiert werden müssten. Seine Teilnahme am Davoser Forum war die erste, und seine Kommentare kommen zu einer Zeit, in der die Besorgnis über die hohen Investitionen von Unternehmen in KI-Infrastrukturen und Rechenzentren wächst. Huang stellte klar, dass es keinen Grund zur Befürchtung gibt, dass KI Arbeitsplätze kosten wird; stattdessen würden die zusätzlichen Investitionen helfen, neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen.
Entwicklung neuer Berufsfelder
Laut Huang werden Fachkräfte wie Elektriker, Bauarbeiter und Klempner in naher Zukunft sehr gefragt sein. Sie könnten potenziell Gehälter von über sechsstelligen Beträgen verdienen. Darüber hinaus betonte er, dass dank der Fortschritte in der KI „alle zu Programmierern werden können“.
Nvidia: Ein führendes Unternehmen im KI-Sektor
Nvidia hat sich als einer der größten Gewinner im KI-Boom der letzten Jahre etabliert und wurde zum ersten Unternehmen, dessen Marktwert über 5 Billionen Dollar gestiegen ist. Huang reflektierte über die Vergangenheit des Unternehmens und erzählte von einem persönlich prägnanten Moment: Nach dem Börsengang im Jahr 1999 verkaufte er Aktien im Wert von 300 Millionen Dollar, um seinen Eltern ein schönes Geschenk zu machen, und kaufte ihnen eine teure Mercedes S-Klasse.
Technologische Herausforderungen und Chancen
In Bezug auf die technologischen Herausforderungen kündigte Huang an, dass die Trump-Administration Nvidia kürzlich temporär die Genehmigung erteilt hat, H200-Chips nach China zu verkaufen. Berichten zufolge plant Huang Ende des Monats einen Besuch in China, um den Markt für die fortschrittlichen Chips des Unternehmens wieder zu öffnen.
Die Struktur der künstlichen Intelligenz
Um das Konzept der KI zu veranschaulichen, beschrieb Huang es als einen „Fünf-Schichten-Kuchen“. Die unterste Schicht ist Energie, da KI in Echtzeit verarbeitet wird und daher Energiespeisung benötigt. Die zweite Schicht umfasst Chips, in denen Huang selbst tätig ist. Die dritte Schicht sind Cloud-Infrastrukturen, gefolgt von der vierten Schicht mit KI-Modellen. Die oberste und wichtigste Schicht sind die Anwendungen der künstlichen Intelligenz, in der die wirtschaftlichen Vorteile realisiert werden. Huang betonte die Notwendigkeit, die Energieversorgung zu erweitern, um in die Infrastruktur zu investieren und somit ein reichhaltiges Ökosystem zu schaffen.
Energie als Schlüsselressource
Auch Satya Nadella, CEO von Microsoft, der ebenfalls am Weltwirtschaftsforum teilnahm, äußerte sich zur Thematik der KI. Er erklärte, dass die Energiekosten entscheidend dafür sein werden, welches Land im KI-Wettlauf siegen wird. „Das Wachstum des BIP wird direkt mit den Energiekosten korreliert sein, die für die KI verwendet werden“, so Nadella.











