Die Rolle des Gletscherschutzes in China: Eine Analyse der gigantischen Decken

Im Jahr 2019 begann China, eine überraschende Maßnahme zur Bekämpfung des Rückgangs seiner Gletscher umzusetzen: Das Bedecken mehrerer Gletscher mit riesigen Decken. Diese Strategie, die in einer Studienveröffentlichung in der wissenschaftlichen Zeitschrift Remote Sensing analysiert wurde, hat eine internationale Debatte über ihre tatsächliche Wirksamkeit im Angesicht der globalen Erwärmung ausgelöst.

Die physikalische Grundlage

Die Ausgangsidee ist einfach: Durch die Installation von reflektierenden Geotextilien auf der Oberfläche des Eises kann die Absorption der Sonnenstrahlung verringert werden, wodurch der Albedo-Effekt (das Verhältnis des reflektierten Lichts zur insgesamt empfangenen Lichtmenge) erhöht wird. Auf diese Weise wollten Wissenschaftler die Eismasse in besonders temperaturempfindlichen Regionen verlangsamen.

Der Dagu-Gletscher als Testfeld

Ein zentrales Testgebiet war der Dagu-Gletscher im Südwesten Chinas, der mittlerweile zu einer beliebten Touristenattraktion geworden ist. Teams, die mit chinesischen Universitäten und spezialisierten Laboratorien für Kryosphärenforschung verbunden sind, wählten bestimmte Bereiche aus, um die direkte Auswirkung dieser Decken auf die Schmelzrate zu beurteilen.

Wissenschaftliche Beweise für das Schmelzen

Die vor Ort gemessenen Ergebnisse zeigten kurzfristig signifikante Effekte. Laut den gesammelten Daten erlebten die abgedeckten Bereiche einen Rückgang des Schmelzens um nahezu 34% im Vergleich zu unbedeckten Flächen. Damit wurde eine signifikante Verlangsamung des Prozesses bestätigt.

In anderen parallelen Versuchen wurden fortschrittliche Nanomaterialien in Gletschern auf niedrigeren Höhenlagen eingesetzt. Diese Fasern mit speziellen optischen und thermischen Eigenschaften ermöglichten es, die sommerliche Schmelze des Eises um bis zu 70% zu reduzieren, insbesondere während der heißesten Monaten.

Vergleich mit europäischen Methoden

Ähnliche Lösungen sind nicht vollständig neu. Seit Anfang des 21. Jahrhunderts haben europäische Länder wie die Schweiz, Italien und Österreich ähnliche Decken in Gletschern eingesetzt, die mit Skipisten verbunden sind. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass China diese Technik in einem viel breiteren wissenschaftlichen Kontext und in hochalpinen Umgebungen angewendet hat.

Einschränkungen, Kosten und Umweltdebatte

Die Forscher selbst erkennen jedoch wesentliche Einschränkungen an. Diese Decken können nur auf sehr begrenzten Flächen angewendet werden, erfordern einen komplexen Installationsprozess in schwer zugänglichen Gebieten und sind kostspielig. Darüber hinaus, obwohl sie als nachhaltigere Materialien entworfen sind, verursacht ihre Herstellung indirekte Emissionen.

Die wissenschaftliche Gemeinschaft betont, dass diese Interventionen nicht die Hauptursache des Problems angehen. Ohne eine globale Reduzierung der Treibhausgase fungieren die Decken lediglich als temporäre Bremse und als eine Maßnahme, die das Ausmaß des Schmelzens verdeutlicht, jedoch nicht als endgültige Lösung.

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