Die Hauptursache für die Erdrutsche im Gebiet von Pasirlangu, Kecamatan Cisarua, Bandung Barat, ist der hohe Niederschlag, der vor und während des Ereignisses auftrat. Dieser führte zu einem Anstieg des Porenwasserdrucks, einer Verringerung der Scherfestigkeit des Bodens und schließlich zu einem Versagen der Hänge.
Die Geologiebehörde des Ministeriums für Energie und Bodenschätze (ESDM) warnt die Bevölkerung eindringlich vor der Gefahr von Nachrutschungen, insbesondere während anhaltend starken Regens. In einer Mitteilung erklärte die kommissarische Leitende Beamtin der Geologie, Lana Saria, dass die Erdrutsche am 24. Januar 2025 durch die zuvor beschriebenen Niederschläge ausgelöst wurden.
„Der Hauptauslöser ist der hohe Niederschlag, der sowohl vor als auch während des Ereignisses auftrat. Dies führt zu einem Anstieg des Porenwasserdrucks und einer Verringerung der Scherfestigkeit, was letztendlich zu einem Hangversagen führt“, so Lana in einer Erklärung, die am Sonntag in Jakarta veröffentlicht wurde.
Zusätzlich zur Niederschlagsmenge ist die geologische Beschaffenheit der Region ein entscheidender Faktor. Die Böden bestehen größtenteils aus erodierten, alten vulkanischen Gesteinen, und die Hänge sind steil. Zudem gibt es geologische Risse und Verwerfungen, die die Stabilität weiter beeinträchtigen.
Laut der Bodenbewegungssoutractkarte (ZKGT) gehört das betroffene Gebiet zur Kategorie der mittleren Gefährdung durch Bodenbewegungen. Hier können vor allem in gestörten Hangbereichen, sei es durch natürliche Prozesse oder menschliche Aktivitäten, bei anhaltendem Regen Erdrutsche auftreten.
Aktivitäten wie das Roden von Hügeln für Siedlungsbau oder Straßen und ein unzureichendes Oberflächenentwässerungssystem erhöhen das Risiko von Erdrutschen und verringern die Stabilität der Hänge in diesem Hügelland.
„Die Ereignisse verdeutlichen die engen Zusammenhänge zwischen der steilen Morphologie, dem verwitterten vulkanischen Gestein, der geologischen Struktur und dem Einfluss von starkem Regen auf die Entstehung großflächiger Erdrutsche“, fügte Lana hinzu.
Notfallteam vor Ort
Nach dem Vorfall hat die Geologiebehörde ein Notfallteam (TTD) in die betroffene Gegend geschickt. Dieses Team hat bereits eine Felduntersuchung durchgeführt, um die Ursachen der Bodenbewegungen zu ermitteln und technische Empfehlungen zur Handhabung der Situation in dem 30 Hektar großen betroffenen Gebiet vorzubereiten.
„Das Notfallteam ist jetzt am Ort des Erdrutsches und wird die Ursachen des Ereignisses bestimmen“, erklärte Hadi Wijaya, der Leiter des Zentrums für Vulkanologie und geologische Katastrophenmitigation (PVMBG).
Das Team besteht aus zehn Mitgliedern, unterteilt in fünf technische und fünf nicht-technische Fachkräfte. Sie werden technische Empfehlungen für den Umgang mit den Bodenbewegungen geben und die lokale Bevölkerung über die Situation informieren. Dies ist Teil der Bemühungen zur Katastrophenvorbeugung, falls es zu weiteren Vorfällen kommen sollte.
Die betroffene Region ist ein Hügelland mit hoher Siedlungsdichte und intensiver Landnutzung. Die Geologiebehörde fordert die Anwohner auf, sich in sicherere Gebiete zu begeben.
„Die Anwohner in der Nähe der steilen Hänge sollten ihre Wachsamkeit erhöhen, besonders während und nach starkem Regen, da die Gefahr von Nachrutschern weiterhin hoch ist“, warnte Lana.
Bei der Handhabung der Katastrophe betont die Geologiebehörde zudem die Sicherheit der Einsatzkräfte vor Ort. „Die Arbeit an den Erdrutschen und die Suche nach vermissten Personen sollte unter Berücksichtigung des Wetters durchgeführt werden. Dies sollte nicht bei oder nach starken Regenfällen geschehen, da das Gebiet weiterhin anfällig für Nachrutsche ist, die die Einsatzkräfte gefährden könnten“, erklärte Lana.











