Erste Entdeckung von hochkonzentrierten Seltenen Erden durch das Forschungsschiff ‚Tamhae 3‘

Seltene Erden sind Mineralien, die für verschiedene Hochtechnologie-Industrien unerlässlich sind und als Schlüssel zu zukünftiger Ressourcensicherheit gelten. Das hochmoderne Forschungsschiff „Tamhae 3“ des Koreanischen Instituts für Geowissenschaften und Rohstoffe hat in internationalen Gewässern im Südpazifik hohe Konzentrationen seltener Erden gefunden.

Das 6.800 Tonnen schwere „Tamhae 3“ führt seine erste Ozeanerkundung in der Nähe der Marianen-Inseln durch. Mit Bohrungen in einer Tiefe von 5.800 Metern soll die Existenz seltener Erden bestätigt werden. Mittels einer vakuumbasierten Kolbenabsaugung werden Sedimente unverändert in Schichten entnommen und an die Oberfläche gebracht.

Das zentrale Gerät ist ein horizontaler Ozeanometer mit einer Länge von 8,1 km, das hinter dem Schiff ausgebreitet ist. Ähnlich einem langen Stethoskop sammelt es mit 648 Sensoren niederfrequente Signale vom Meeresboden und erstellt ein 3D-Modell der komplexen geologischen Strukturen auf einem Areal von 4,2 Quadratkilometern.

Durch diese Technologie wurden Konzentrationen von bis zu 3.100 ppm und im Durchschnitt 2.000 ppm an hochkonzentrierten Seltenen Erden nachgewiesen.

„Wir haben die Geologie des Meeresbodens charakterisiert und in diesem spezifischen Umfeld durch drei Bohrungen die Verteilung der hochkonzentrierten Seltenen Erden erfasst“, erklärte Kim Yuri, leitende Forscherin am Koreanischen Institut für Geowissenschaften und Rohstoffe.

Unter den entdeckten Seltenen Erden befinden sich Neodym und Dysprosium, die unverzichtbare Rohstoffe für Windkraftgeneratoren, Elektromotoren in Elektrofahrzeugen sowie Radar in Kampfjets sind. Im Vergleich zu terrestrischen Seltenen Erden produziert ihre Verarbeitung weniger radioaktive Abfälle, was sie zu einem gefragten strategischen Rohstoff macht.

Aktuell entfallen 70 % der globalen Produktion seltener Erden auf China, gefolgt von den USA mit 12 % und Myanmar mit 8 %. Japan hat kürzlich den Meeresboden in 6.000 Metern Tiefe angegriffen, um Seltene Erden abzubauen.

„Der Wettbewerb um Ressourcen in den internationalen Gewässern, die zwei Drittel der Meere ausmachen, wird zunehmend intensiver. Daher ist die proaktive Sicherung von Daten von großer Bedeutung“, stellte Kim Yoon-mi, Leiterin des Zentrums für Meeresgeologie am Koreanischen Institut für Geowissenschaften und Rohstoffe, fest.

Das Institut plant, die Präzision der Daten über die Seltenen Erden durch eine zweite Expedition im kommenden April zu erhöhen und so ein eigenes Territorium an Unterwasserressourcen zu sichern.

Reporter: Park Jang-hoon

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