Eine aktuelle Studie untersucht den Zusammenhang zwischen der Anzahl der Kinder und dem Alter von Schwangerschaften mit der Lebensdauer von Frauen. Die Analyse umfasst Daten von 14.836 Frauen, die zwischen 1880 und 1957 geboren wurden. Um das biologische Altern zu bewerten, wurde die Methyliierung von DNA auf genomischer Ebene betrachtet.
Ein häufiges Gefühl unter Müttern ist, dass die Mutterschaft sie schneller altern lässt. In einer humorvollen Bemerkung äußert eine erschöpfte junge Mutter, dass sie seit der Geburt ihrer Kinder das Gefühl hat, in fünf Jahren um zehn Jahre gealtert zu sein. Doch wie viel Wahrheit steckt in dieser Aussage aus biologischer Sicht? In den letzten Jahren haben mehrere Studien dieses Thema untersucht.
Einige dieser Studien kamen zu dem Schluss, dass die biologische Alterung – also der allmähliche Verfall von Zellen und Geweben – sich beschleunigt. Andere hingegen fanden heraus, dass Frauen möglicherweise eine höhere Lebensdauer erreichen, die mit den Schwangerschafts- und Stillhormonen verknüpft ist. Diese Hormone könnten einen Schutz gegen bestimmte Krankheiten bieten, während die soziale Unterstützung, die Mütter durch ihre Kinder erfahren, ebenfalls einen positiven Einfluss haben könnte.
Eine finnische Forschungsgruppe hat jedoch einen anderen Ansatz gewählt. Ihre Studie, die in der aktuellen Ausgabe von Nature Communications veröffentlicht wurde, legt offen, dass die Erklärung weniger in dem Akt der Fortpflanzung selbst zu finden ist, sondern vielmehr in der Anzahl der Schwangerschaften und dem Alter der Mütter während dieser Schwangerschaften.
Die Ergebnisse zeigen, dass Mütter, die zwei bis drei Kinder geboren haben und dabei bestimmte Alterskriterien erfüllen, unterschiedliche Auswirkungen auf ihre biologische Alterung aufweisen. Diese Erkenntnisse könnten wertvolle Hinweise zur gesundheitlichen Entwicklung von Frauen während und nach der Schwangerschaft liefern.











