Die Universitat Politècnica de Catalunya (UPC) und die Ferrocarrils de la Generalitat (FGC) haben am Freitag in Barcelona eine Vereinbarung zur Gründung des Forschungszentrums für Innovation in Bergen und Schnee (CIM Neu) präsentiert. Dieses wird seinen Sitz in Camprodon (Ripollès) im modernistischen Gebäude Can Roig haben. Das Zentrum soll ein Referenzraum für Forschungs- und Technologietransferprojekte in Verbindung mit Schnee und Bergen sein und Forschung, Studierende sowie Start-ups zusammenbringen, während es gleichzeitig die lokale Verankerung anstrebt.
Des Weiteren planen die FGC, dort ein integriertes Kontrollzentrum für die sechs von ihnen verwalteten Skistationen einzurichten. Ein konkreter Zeitplan steht zwar noch nicht fest, jedoch sind die Initiatoren zuversichtlich, dass die Renovierung des Gebäudes im kommenden Schuljahr abgeschlossen sein wird.
Wichtige Elemente des Forschungszentrums
Einer der Schlüsselfaktoren ist die Implementierung im ländlichen Raum, um dessen Bedürfnisse zu adressieren. Die Testbänke für die angestrebten Projekte werden die Skistationen der FGC in der Vall de Núria und Vallter sein. „Ich bin überzeugt, dass dieses Zentrum eine Referenz sein wird. Es ist ein erster Schritt in eine sehr hoffnungsvolle Zukunft“, erklärte Francesc Torres, Rektor der UPC. Carles Ruiz, Präsident der FGC, dankte der Universität für die Zusammenarbeit, die von Beginn an aktiv zur Entwicklung des Projekts beigetragen hat.
Das Zentrum entsteht aus der Notwendigkeit, technologische Herausforderungen und Nachhaltigkeitsfragen, die zukünftige Entwicklungen mit sich bringen, zu adressieren und die sich bietenden Chancen zu nutzen. „Um Lösungen anzubieten, die die Aktivitäten in den Bergen erhalten und fördern, benötigten wir ein Instrument“, erläuterte Ruiz. CIM Neu strebt ferner an, den Wissenstransfer zwischen Universität, öffentlichen und privaten Unternehmen sowie lokalen Institutionen zu unterstützen, um als offene Plattform für Zusammenarbeit und Innovation zu fungieren.
Die fünf Säulen des Projekts
Der Prorektor der UPC, Jordi Berenguer, hob die fünf Säulen hervor, auf denen das Projekt basiert: das Talent als Motor des Wandels, das junge Fachkräfte ins Zentrum zieht; das Programm technologische Schwerpunkte, um „auf eine nachhaltigere Bergwelt hinzuarbeiten“; die Zusammenarbeit mit der Region, um „ihre Bedürfnisse zu erfüllen“; die innovative öffentliche Beschaffung, die disruptive Technologien erwirbt; und die Förderung von Unternehmensgründungen, die die Menschen an das Gebiet binden und die Entwicklung marktfähiger Produkte aus dem Zentrum ermöglichen. Berenguer betonte, dass „mit der Umsetzung dieses Projekts die gesamte technologische und Ausbildungsfähigkeit der UPC zum Wohl des territorialen Gleichgewichts des Landes bereitgestellt werden soll“.
Präsentation des Projekts und Unterstützung durch die Regierung
Die Veranstaltung wurde auch von Sílvia Paneque, der Ministerin für Territorium, begleitet, die ebenfalls in die Präsentation des Abkommens eingriff. Sie hob zwei Schlüsselaspekte der Vereinbarung hervor: Erstens, dass dies das erste Mal sei, dass ein kollaboratives Ökosystem mit Akteuren, Universitäten, Verwaltungen und lokalen Unternehmen entsteht, das den Übergang von Theorie zur Praxis ermöglicht. Zweitens wurde das Zentrum gegründet, um „ein Referenzraum in den Pyrenäen zu werden“, schloss Paneque. Im Rahmen der aktuellen Krise im Schienenverkehr würdigte sie auch die Arbeit der technischen Teams der FGC zur Wiederherstellung des Normalbetriebs.
Xavier Guitart, der Bürgermeister von Camprodon, äußerte seine Freude über die Eröffnung des Zentrums. „Wir haben viel für den Tourismus im Tal gearbeitet und oft vergessen, die Menschen mit der Region zu verbinden“, sagte er über eine Lücke, die das neue Zentrum jetzt schließen wird.
Ausblick und Investitionen
Hinsichtlich des Zeitplans zeigte sich Guitart optimistisch und erklärte, dass die Absicht der Stadtverwaltung darin besteht, dass CIM Neu im September oder Oktober dieses Jahres eröffnet wird. Er erläuterte, dass die Ausschreibung für die Bauarbeiten in den nächsten zwei Monaten erfolgen wird. Allein die Renovierung des modernistischen Gebäudes Can Roig wird voraussichtlich rund eine halbe Million Euro kosten. Die restlichen Investitionskosten zur Umsetzung des Projekts sind derzeit noch unbekannt.











