Lesedauer: 2 Minuten. Der Tauchgang, der am 29. Januar vor der Halbinsel Mejillones durchgeführt wurde, gehört zur gemeinsamen Expedition China-Chile JCATE 2026.
Dr. Osvaldo Ulloa Quijada, Akademiker an der Universität von Concepción (UdeC) und Direktor des Millennium Institute of Oceanography (IMO), hat erfolgreich einen weiteren bemannten Abstieg in den Atacama-Graben durchgeführt und dabei eine Tiefe von über 8000 Metern erreicht.
Im Gegensatz zu 2022 fand dieser Abstieg mit dem Fendouzhe statt, einem bemannten U-Boot, das vom Institute of Deep Sea Science and Engineering (IDSSE) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften entwickelt wurde. Dieses Fahrzeug ist nicht nur für die extremen Druckverhältnisse im hadalen Bereich konstruiert, sondern auch für direkte Experimente am Meeresboden ausgestattet.
„Es handelt sich um ein völlig neues U-Boot, das sich erheblich von bisherigen Modellen unterscheidet, da es in der Lage ist, Proben zu sammeln und Experimente durchzuführen. Es verfügt über zwei Roboterarme, die das Manipulieren von Sedimenten, Gesteinen und Organismen ermöglichen. Es ist wesentlich fortgeschrittener“, erläuterte der Akademiker.
Während des Tauchgangs, der insgesamt mehr als zehn Stunden dauerte, konnte das Forschungsteam für sechs Stunden auf dem Meeresboden navigieren, was die doppelte Zeit im Vergleich zur vorherigen Expedition darstellt. Diese Autonomie ermöglichte es dem Team, geführt von der Pilotin Yuquing Deng und der Co-Leiterin der wissenschaftlichen Abteilung, Dr. Mengran Du, umfassende Feldarbeit vor Ort durchzuführen, die neue Erkenntnisse darüber liefert, wie Leben unter extremen Druckbedingungen überlebt.
Der Beitrag der chilenischen Universitäten
Die Expedition JCATE 2026, die vom Schiff Tan Suo Yi Hao aus operiert, ist zudem ein gemeinschaftlicher Einsatz, der weitere wissenschaftliche Institutionen des Landes einbindet. Die Mission umfasst Experten der Universidad de Concepción, der Pontificia Universidad Católica de Chile, der Universidad de Valparaíso, der Universidad Austral de Chile und des Sernageomin.
„Die Perspektiven und Überlegungen aus Geophysik, Geologie, Geochemie und Biologie verbinden sich in dem Bestreben, dieses Ökosystem besser zu verstehen“, erklärte Ulloa.
Die Kampagne umfasst mehr als zwanzig geplante Tauchgänge, die in zwei Phasen unterteilt sind. Während die erste Phase auf Mikrobiologie und benthische Fauna fokussiert ist, wird die zweite Phase, die von Dr. Mauricio Urbina Foneron geleitet wird, sich auf physiologische Prozesse und den Einsatz komplexer Instrumente zur Überwachung des Meeresbodens konzentrieren.











