Am kommenden Sonntag, dem 1. Februar, wird der Himmel durch den sogenannten Schneemond erleuchtet, dessen Höhepunkt um 19:09 Uhr erreicht wird. Dieses astronomische Ereignis ist auf dem gesamten nationalen Territorium sichtbar, wobei die Wetterbedingungen die Sicht beeinflussen können.
Trotz seines vielversprechenden Namens bietet der Schneemond keine spektakulären visuellen Effekte, die man von einer Disney-Produktion erwarten würde. Es handelt sich um den Vollmond des Februars, der mit einer jahrhundertealten Symbolik verbunden ist.
Die Bezeichnung hat ihren Ursprung bei den indigenen Völkern Nordamerikas, die den Mond nach den klimatischen Verhältnissen benannten. Da der Februar den Höhepunkt des Winters auf der Nordhalbkugel markiert, ist der Name selbsterklärend.
Historische Aufzeichnungen zeigen, dass der Mond auch als „Hunger-Mond“ bezeichnet wurde, was auf die Lebensmittelknappheit am Ende des strengen Winters hinweist. Der Begriff „Schnee“ setzte sich aus offensichtlichen Gründen in der öffentlichen Vorstellung durch.
Ist der Schneemond ein Supermond?
Nein. Trotz des auffälligen Namens ist der Schneemond nicht automatisch ein Supermond. Der Begriff „Supermond“ wird verwendet, wenn der Vollmond mit dem Perigeum, dem Punkt auf seiner Umlaufbahn, an dem er der Erde am nächsten ist, zusammenfällt. In diesen Fällen erscheint der Mond etwas größer und heller am Himmel.
Am Sonntag wird der Mond zwar voll sein, jedoch in einer durchschnittlichen Entfernung, ohne die spürbare Vergrößerung oder Helligkeit, die einen Supermond auszeichnen. Dennoch sind die Bedingungen zur Beobachtung hervorragend, insbesondere an Orten mit wenig Lichtverschmutzung.
Astronomisch betrachtet ist der Schneemond ein gewöhnlicher Vollmond, der die ganze Nacht sichtbar ist, beim Sonnenuntergang aufgeht und beim Sonnenaufgang untergeht. Sein intensives Licht kann schwächere Sterne überstrahlen, begünstigt jedoch die visuelle Beobachtung und das Fotografieren von nächtlichen Landschaften.
Die astrologische Perspektive
In der Astrologie wird der Vollmond traditionell mit Höhepunkten, Offenbarungen und dem Abschluss von Zyklen in Verbindung gebracht. Der Schneemond wird insbesondere als Moment der Resilienz, Introspektion und Vorbereitung auf Veränderungen gedeutet.
Astrologen assoziieren ihn häufig mit inneren Prozessen. In diesem Sinne konzentrieren sie sich auf die Überprüfung von Zielen, emotionale Reinigung und die Stärkung persönlicher Strukturen; im Einklang mit der Idee, den „Winter“ zu durchbrechen, um zur Erneuerung zu gelangen.
Der Vollmond dieses Sonntags erfolgt im Zeichen Löwe, einem Zeichen, das keine Nebenrolle akzeptiert. Darüber hinaus tritt der Höhepunkt gleichzeitig mit dem Aszendenten im Löwen auf, was den Fokus auf das Bild lenkt, das wir projizieren.
Warum den Schneemond beobachten?
Auch wenn er kein Supermond ist, stellt das Phänomen eine ehrliche Einladung dar, das endlose Scrollen zu pausieren und nach oben zu schauen. In einer Welt voller digitaler Ablenkungen ist es ein analoger Luxus, sich wieder mit den natürlichen Rhythmen zu verbinden.
Ein klarer Himmel und einige Minuten der Entspannung genügen. Die Show ist garantiert, kostenlos und, erfreulicherweise, werbefrei.
Die kommenden Vollmonde im Jahr 2026
Die meisten Jahre haben zwölf Vollmonde, doch 2026 wird es dreizehn geben. Nachfolgend sind die Daten aufgeführt, basierend auf den Angaben der Abteilung für Astronomie am Institut für Astronomie, Geophysik und Atmosphärenwissenschaften der Universität São Paulo (IAG/USP). Die Namen folgen den Traditionen der amerikanischen Ureinwohner, gemäß dem The Old Farmer’s Almanac:
- 1. Februar – Schneemond
- 3. März – Wurm-Mond
- 1. April – Rosa Mond
- 1. Mai – Blumenmond
- 31. Mai – Blauer Mond
- 29. Juni – Erdbeer-Mond
- 29. Juli – Hirsch-Mond
- 28. August – Störmond
- 26. September – Maismond (Ernte-Mond)
- 26. Oktober – Jägersmond
- 24. November – Biber-Mond
- 23. Dezember – Kalter Mond











