Beatbot hat den ersten funktionalen Roboter in Form einer Schildkröte vorgestellt, dessen Ziel klar definiert ist: Er soll in Gebiete vordringen, die für den Menschen unzugänglich oder invasiv sind. Obwohl der Roboter bereits im vergangenen Jahr präsentiert wurde, wurde seine Fähigkeit zu schwimmen und zu tauchen bisher nicht demonstriert.
Der Hersteller nutzt seine Erfahrung mit Reinigungsrobotern für Schwimmbecken, um dieses neue Projekt zu realisieren. Ein bemerkenswerter Aspekt des RoboTurtle-Prototypen ist, dass er im vergangenen Jahr unter dem Eis der Antarktis getaucht ist und acht Monate später mit wertvollen Daten von einem bislang unbekannten Ort zurückkehrte.
In einem weiteren Schritt hat China den ersten humanoiden Roboter mit sechs Armen entwickelt, der bereits nächsten Monat in Betrieb genommen wird. Die Fortschritte im Bereich der Robotik führen dazu, dass innovative Projekte realisiert werden, die Technologie, Biomimese und Nachhaltigkeit verbinden.
Der RoboTurtle: Design und Funktionalität
Das neueste Produkt von Beatbot, der RoboTurtle, wurde während der Technologiemesse CES 2026 in Aktion gezeigt. Im Unterschied zu anderen Unterwasserrobotern ahmt dieser neue Roboter präzise die natürlichen Bewegungen von Meeresschildkröten nach, was ihm ermöglicht, geräuschlos zu schwimmen und das Verhalten von Meereslebewesen nicht zu stören.
Dieser Fortschritt ist das Ergebnis intensiver Forschung. Die Ingenieure des Projekts widmeten zwei Monate der Beobachtung echter Schildkröten in ihrem natürlichen Lebensraum, wobei sie Bewegungsanalysetechniken anwendeten, wie sie auch in der Filmproduktion eingesetzt werden. Ziel war es, die Mechanik ihrer Flossen und Gelenke nachzubilden, um eine reibungslose und stabile Navigation unter Wasser zu erreichen.
Biomimese für Umweltforschung
Der RoboTurtle ist mehr als nur ein auffälliges Gadget; er wurde als wissenschaftliches Werkzeug konzipiert. Ausgestattet mit Kameras und Sensoren kann er die Wasserqualität überwachen und die Anzahl der Fische erfassen, ohne empfindliche Ökosysteme, wie Korallenriffe, zu stören, wo andere Unterwasserfahrzeuge Lärm und künstliche Strömungen erzeugen.
Vertreter des Unternehmens äußerten das Interesse von Umweltorganisationen an dieser unauffälligen Herangehensweise: „Sie möchten geschädigte Korallenriffe untersuchen und benötigen einen so wenig invasiven Roboter wie möglich.“ Die Idee besteht darin, den RoboTurtle regelmäßig einzusetzen, um die Regeneration des Ökosystems nach menschlichen Eingriffen zu analysieren.
Autonomie und zukünftige Einsätze
Der Roboter kann wie eine echte Schildkröte tauchen und muss zur Übertragung von Daten wieder an die Oberfläche gelangen, wo er sich über ein in seinem Panzer integriertes Solarpanel auflädt. Diese technische Einschränkung hat sich als Vorteil erwiesen, um seine Autonomie bei langen Einsätzen zu verlängern.
Obwohl das System bereits Schwimmen kann und auf menschliche Gesten reagiert, erkennt das Team, dass noch Verbesserungspotenzial besteht. Die integrierte KI befindet sich im Trainingsprozess, und der angestrebte großflächige Einsatz wird in einem Zeitrahmen von drei bis fünf Jahren erwartet, mit dem Ziel, diesen Roboter in bislang unerforschte marine Szenarien ohne menschlichen Einfluss zu bringen.











