Zwei Wissenschaftler aus Chile, die am Departamento de Física der Universidad de La Serena tätig sind, wurden mit dem „Oscar der Wissenschaft“ ausgezeichnet. Dieses renommierte Preis, bekannt als Breakthrough Prize, würdigt bedeutende Fortschritte in der Wissenschaft, insbesondere in den Bereichen Grundlagenphysik, Lebenswissenschaften und Mathematik.
Die Bedeutung des Breakthrough Preises
Der Breakthrough Prize gilt als eines der höchsten internationalen Anerkennungen in der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Die Preisträger, Orlando Soto und Pablo Ulloa, wurden für ihre wesentlichen Beiträge zu einem der bedeutendsten Experimente des Large Hadron Collider (LHC) geehrt. Dieses Experiment gehört zur Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN).
Das ATLAS-Experiment
ATLAS ist eines der größten und komplexesten Teilchenphysik-Experimente, die jemals gebaut wurden. Laut CERN wurde es mit dem Ziel konzipiert, „zu untersuchen, warum das Universum so ist, wie es heute ist“. Das Experiment ist in der Lage, materielle Strukturen auf einem bisher unerreichten Niveau zu erfassen und grundlegende Prozesse zu erkunden.
Chilenische Beiträge zum LHC
In einer Mitteilung der Universidad de La Serena wird darauf hingewiesen, dass Orlando Soto, ein Professor am Departamento de Física, maßgeblich an der Aktualisierung der Technologie der TGC-Detektoren des ATLAS-Experiments beteiligt war. Er entwickelte ein neues Überwachungssystem, das Charge Monitoring System, da die bestehenden Systeme voraussichtlich nicht ausreichend sein werden, wenn die Partikel-Luminosität steigt.
Soto erklärte: „Die Luminosität bedeutet, dass die Anzahl der kollidierenden Partikel erheblich zunehmen wird. Da mehr Partikel in den Detektoren verarbeitet werden, werden diese überlastet und können nicht mehr effizient arbeiten. Deshalb ist es notwendig, diese zu aktualisieren und ihre Funktionsfähigkeit sicherzustellen.“
Die Arbeit von Pablo Ulloa
Pablo Ulloa, ebenfalls Professor am Departamento de Física, konzentrierte sich auf die Entwicklung von Überwachungssystemen für die Myon-Detektoren im ATLAS-Spektrometer. Seine Arbeit umfasste sowohl die Hardware der TGC-Detektoren als auch die Softwaresteuerung.
Er wies darauf hin, dass seine Beiträge wichtig sind, auch wenn sie Teil eines größeren kollektiven Efforts sind: „Die Summe dieser Beiträge führt zu extrem präzisen Messungen der Eigenschaften des Higgs-Bosons und neuer Partikel, die unter starker Wechselwirkung stehen. Außerdem wird Materie auf sehr kleinen Skalen untersucht, wo Prozesse außerhalb des Gewöhnlichen auftreten.“
Wichtige Anerkennung für Chile
Ulloa betonte die Bedeutung dieses Preises für Chile und dessen Wissenschaftslandschaft: „Dass Chile bei einer Auszeichnung dieses Kalibers vertreten ist, zeigt, dass unsere Universitäten an weltweit bedeutenden wissenschaftlichen Projekten teilnehmen. Der chilenische ATLAS-Cluster, zu dem auch die Universidad de La Serena gehört, erlangt internationale Sichtbarkeit und bestätigt, dass die chilenische Wissenschaft einen Platz in den großen Entdeckungen unserer Zeit hat.“











