Die Entschlüsselung der Dunklen Materie im Universum

Die physikalischen Materialien um uns herum, einschließlich Sterne, Planeten und Menschen, machen lediglich etwa 5 % des gesamten Universums aus. Über viele Jahre hinweg haben Forscher beständig versucht, das Phänomen der Dunklen Materie zu entschlüsseln, einer Materieform, die mehr als ein Viertel des Universums einnimmt. Der verbleibende Anteil wird von einer nicht weniger geheimnisvollen Kraft eingenommen, die als Dunkle Energie bekannt ist.

Dunkle Materie absorbiert oder emittiert kein Licht, weshalb Wissenschaftler sie nicht direkt untersuchen können. Dennoch haben sie die Möglichkeit, zu beobachten, wie Dunkle Materie das Licht von Strahlungsquellen, wie etwa von weit entfernten Galaxien, ablenkt.

Durch die Analyse der gravitativen Auswirkungen der Dunklen Materie können Wissenschaftler dem Ziel näher kommen, Dunkle Materie zu lokalisieren und ihre Verstecke zu entdecken.

Die neueste Karte, die dank der Bilder des James-Webb-Weltraumteleskops erstellt wurde, ist die detaillierteste, die es bis jetzt gibt. Sie umfasst fast 800.000 Galaxien, darunter auch mehrere, die zum ersten Mal entdeckt wurden, so Space.com unter Berufung auf die US-Raumfahrtbehörde NASA.

Diese Karte hat eine doppelt so hohe Auflösung wie frühere Bemühungen des Hubble-Weltraumteleskops und deckt einen riesigen Raum über einen Zeitraum von 10 Milliarden Jahren ab.

„Jetzt können wir alles klarer sehen,“ berichtet Diana Scognamiglio, die Autorin des Berichts vom NASA-Dynamik-Labor.

Die neue Karte, die in der Fachzeitschrift Nature Astronomy veröffentlicht wurde, enthält Informationen über neu entdeckte Galaxienhaufen sowie über Ströme von Dunkler Materie, die die Galaxien miteinander verbinden. Zusammengefügt ergeben diese Strukturen das Gerüst des Universums.

Wissenschaftler können diese Karte nutzen, um zu erforschen, wie Dunkle Materie über Milliarden von Jahren hinweg zusammenkommt.