Die Geschichte einer Nachbarschaft, die eine Bienenzucht mit 100.000 Bienen hatte, wirft interessante Fragen auf. Die Entdeckung einer neuen Bienenart sorgte für Erstaunen, während Landwirte in Almería verzweifelt riefen: „Stellt euch vor, 30.000 Euro in drei Monaten auszugeben und ein Tier ruiniert alles.“
Wissenschaftler sind baff: In einem Zoo in Andalusien wurde ein Jungtier einer bedrohten Art geboren, vor den Augen der Besucher. In verschiedenen Regionen Afrikas und Asiens haben die dynamischen Beziehungen zwischen menschlichen Gemeinschaften und Elefanten durch die Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen und den Verlust ihrer Lebensräume an Komplexität zugenommen. Diese Situation führte zu Forschungen zur Reduzierung solcher Konflikte, und innerhalb dieser Bemühungen haben Bienen eine herausragende Rolle übernommen.
Die Wirkung der Bienen auf Elefanten
Die Verwendung von Bienen zur Abschreckung von Elefanten entstand aus lokalen Beobachtungen, die darauf hinwiesen, dass diese Tiere dazu neigen, Bäume oder Gebiete mit Bienenvölkern zu meiden. Anfang der 2000er Jahre starteten die Organisation Save the Elephants und verschiedene Universitäten systematische Analysen, um festzustellen, ob diese Reaktion konstant ist und in landwirtschaftlichen Kontexten angewendet werden kann.
Die ersten Studien identifizierten ein Muster: Das Summen der Bienen führte bei Elefanten sofort zu einem Fluchtverhalten. Diese Reaktion hängt mit der Empfindlichkeit ihrer Rüssel, Augen und anderer Körperstellen gegenüber möglichen Stichen zusammen. Obwohl die Haut der Elefanten dick ist, sind diese Stellen anfällig für Verletzungen. Aus diesem Grund haben Elefanten eine natürliche Abneigung gegen die Nähe von Bienenvölkern entwickelt.
Auf der Grundlage dieses Wissens wurden sogenannte „Bienenzäune“ implementiert: ein System, bei dem echte und nachgeahmte Bienenvölker in regelmäßigen Abständen zwischen Pfosten positioniert werden. Auf diese Weise nehmen Elefanten Gerüche, Geräusche und Formen wahr, die mit Bienen verbunden sind, ohne unterscheiden zu können, welche Völker aktiv sind und welche nicht.
Dieser Mechanismus wurde bei Landwirten in verschiedenen Dörfern in der Nähe des Tsavo East National Parks getestet. Über einen Zeitraum von mehr als sechs Jahren wurden dabei nahe 4.000 Annäherungen dokumentiert.
Die Ergebnisse zeigten, dass in Erntezeiten, wenn Elefanten vermehrt zu den Feldern kommen, die Abschreckungsrate etwa 86 % betrug. Diese Zahl trug dazu bei, Bienenzäune als eine der am meisten erforschten Lösungen in der naturbasierten Konfliktbewältigung zu etablieren.
Ein wachsender Konflikt zwischen Landwirtschaft und Fauna
Das Zusammenleben zwischen Menschen und Elefanten wird in Ländern, in denen die Landwirtschaft auf Flächen ausdehnt, die zuvor von diesen Tieren bewohnt wurden, zunehmend herausfordernder. In Kenia wuchs die Bevölkerung seit 2020 stetig an und erhöhte den Druck auf ländliche Gebiete. Infolgedessen stiegen die Konflikte zwischen Gemeinden und Elefanten.
Zwischen 2010 und 2017 kamen mehr als 200 Menschen bei Vorfällen, die mit diesen Begegnungen zusammenhängen, ums Leben. Jährlich werden zwischen 50 und 120 Elefanten wegen Angriffen auf Menschen getötet, wie Daten von Naturschutzorganisationen belegen.
In diesem Kontext wurden die Bienenabgrenzungen als praktikable Option für Landwirte mit begrenzten Ressourcen angesehen. Bienenvölker können aus lokal verfügbaren Materialien gehalten werden, und ihre Installation erfordert keine komplexen Infrastrukturen.
Ein zusätzlicher Vorteil ist die Honigproduktion. In einigen Programmen führte die Honigernte zu zusätzlichen Einkommensquellen, die die Wirtschaft der beteiligten Gemeinden stärkten und das Interesse an der Erhaltung des Systems erhöhten.
Darüber hinaus unterstützt der Einsatz von Bienen die Bestäubung lokaler Vegetation, was sich positiv auf die Regeneration einheimischer Pflanzen und die Verbesserung angrenzender Ernten auswirken kann. Dieser Faktor wird in Berichten von Save the Elephants als relevantes positives Nebeneffekt erwähnt, da die Auswirkungen der Strategie über den einfacheren Schutz von Feldern hinausgehen.
Elefantenverhalten und der Einfluss von Bienen
Verhaltensstudien, die von Teams der Save the Elephants und Universitäten wie Oxford veröffentlicht wurden, zeigen, dass Elefanten nicht nur Bereiche mit Bienenvölkern meiden, sondern auch akustische Signale senden, um sich gegenseitig zu warnen. Diese Entdeckung deutet darauf hin, dass die Abneigung gegenüber Bienen Teil der sozialen Kommunikation der Elefanten ist.
Weitere Untersuchungen in Ländern wie Thailand und Mosambik bestätigten die in Kenia gewonnenen Erkenntnisse. Obwohl die Abschreckungsquoten je nach Umgebung, Blütezyklus oder Wasserverfügbarkeit variieren, zeigt die allgemeine Tendenz eine konsistente Reaktion der Elefanten auf das Summen der Bienen.
Dennoch betonen die Studien auch die bestehenden Einschränkungen. Bienenpopulationen können durch längere Dürreperioden, Pestizide oder den Verlust von Vegetation beeinträchtigt werden, was die Aktivität der Bienenvölker verringert und deren Wirkung mindert. Einige Projekte berichteten von einem signifikanten Rückgang der Bienenpopulationen in kritischen Phasen, was wiederum zu einer Zunahme der Elefantenübergriffe führte. Aus diesem Grund schlagen einige Teams vor, diese Technik mit anderen Maßnahmen zu kombinieren, wie natürlichen Abwehrmitteln oder Überwachungstürmen.
Die Wirksamkeit der Zäune in Zeiten des Wandels
Der Klimawandel stellt eine zusätzliche Herausforderung dar. Häufigere Dürreperioden können die Fähigkeit der Bienen beeinträchtigen, aktive Populationen aufrechtzuerhalten, was die Stabilität des Systems gefährdet. Übermäßige Regenfälle können ebenfalls die notwendige Blütezeit für die Honigproduktion beeinträchtigen. Diese Faktoren erfordern die Überlegung kombinierter Strategien und Notfallpläne zur Sicherstellung der Nachhaltigkeit dieses Ansatzes.











