Die spektakulären nordlichen Lichter, die in den letzten Tagen über Schweden zu sehen waren, sind das Ergebnis eines starken Sonnensturms. Dieser Sturm erzeugt nicht nur eine größere Anzahl von Polarlichtern, sondern erleichtert auch deren Entdeckung.
Während Sonnenstürme werden eine Vielzahl von geladenen Partikeln von der Sonne ausgestoßen, die in den Weltraum geschleudert werden. Einige dieser Partikel gelangen in die Erdatmosphäre und werden im Magnetfeld der Erde eingefangen, erklärt die Meteorologin Tora Tomasdottir von SVT. Diese geladenen Partikel werden dann zu den Nord- und Südpolen gezogen. Das größte Polarlicht entsteht, wenn man eine Art Rückstoß von einer Seite der Erde erhält, wobei die geladenen Partikel zurück zu den Polen geschleudert werden. Dadurch entstehen beeindruckende Polarlichter.
Beobachtungstipps für Polarlichter
Wenn die Polarlichter erscheinen, möchten viele Menschen sie beobachten. Tora Tomasdottir rät dazu, das Handy nach draußen mitzunehmen und die Helligkeit so weit wie möglich zu reduzieren.
Das Polarlicht wird deutlicher, wenn die Kamera auf den Himmel gerichtet ist. Gleichzeitig sollte man vorsichtig mit starken Lichtquellen umgehen. „Es dauert eine Weile für die Augen, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Entfernen Sie also alle Lichtquellen, die Sie haben, und benutzen Sie die Handykamera, um zu sehen, ob es Polarlichter am Himmel gibt“, fügt sie hinzu.
Man sollte nach Wolkenschleiern am Himmel Ausschau halten und das Handy anheben, um zu sehen, ob man ein wenig Grün in den Wolkenschleiern erkennen kann. Ist dies der Fall, handelt es sich um Polarlichter.
Die Rolle der Wolken
Es ist wichtig zu wissen, dass viele der Bilder, die in sozialen Medien zu sehen sind, mit längeren Belichtungszeiten aufgenommen wurden. Dadurch erscheinen die Farben auf der Kamera oft viel intensiver als in der Realität, erklärt Tomasdottir.
In der Regel sind Polarlichter in den nördlichen Teilen des Landes häufiger als im Süden. Dies liegt daran, dass dort mehr geladene Partikel eindringen, da es näher am Nordpol ist. „Wolken hindern uns daran, die Polarlichter zu sehen. Wären in den letzten Tagen keine Wolken gewesen, wären alle draußen gewesen, um die fantastischen Polarlichter zu genießen“, sagt Tora Tomasdottir.











