Wissenschaftler haben ein seltenes Stück Bernstein entdeckt, das etwa 40 Millionen Jahre alt ist und eine außergewöhnlich gut erhaltene ausgestorbene Ameise enthält. Neben dieser Ameise fanden sich auch ein Pilzmücken und eine schwarze Fliege in einer der präzisesten fossilen Entdeckungen, die bis heute bekannt sind. Laut der Zeitung „The Sun“ gilt dieses Exemplar als das beste bekannte Beispiel der ausgestorbenen Art Ctenobethylus goepperti.
Der nahezu vollständige Erhaltungszustand ermöglichte es den Wissenschaftlern, die innere Struktur des Kopfes und Körpers der Ameise mit Hilfe von 3D-Bildgebungstechniken zu untersuchen. Dies führte zu detaillierten Bildern, die zuvor für keine andere fossilierte Ameise dokumentiert wurden.
Die Bedeutung dieser Entdeckung wächst, nachdem offenbar wurde, dass das Bernsteinstück Teil der persönlichen Sammlung des berühmten deutschen Schriftstellers Johann Wolfgang von Goethe war, der etwa 40 Bernsteinstücke besaß. Dies ermöglicht modernen wissenschaftlichen Techniken, biologische Schätze zu enthüllen, die jahrzehntelang innerhalb dieses kulturellen Erbes verborgen waren.
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Ameise zur Kategorie der „Arbeiterinnen“ gehört und viele Merkmale mit heutigen Ameisenarten teilt. Es wird angenommen, dass sie in warmen Kiefernwäldern lebte. Darüber hinaus deutet die Form ihrer starken Kiefer auf die Fähigkeit hin, in Holz zu graben oder es zu nagen, was Einblicke in ihr Verhalten und die Natur ihrer Umwelt vor Millionen von Jahren gibt.











