Erdbeben am 16. Januar 2026 in Kolumbien und Mexiko

In der frühen Morgenstunden des Freitag, den 16. Januar 2026, registrierten die Überwachungssysteme des Kolumbianischen Geologischen Dienstes (SGC) ein erhebliches Erdbeben, das in mehreren Departements des Landes, insbesondere im Nordosten, spürbar war. Der Erdstoss ereignete sich um 02:05 Uhr Ortszeit und erreichte laut vorläufigem Bericht des SGC eine Magnitude von 5,0.

Der Epizentrum des Bebens lag in einer der seismisch aktivsten Regionen der Welt, konkret im Departement Santander. Historisch gesehen befindet sich hier das sogenannte Seismische Nest von Bucaramanga, das sich hauptsächlich unterhalb der Gemeinde Los Santos erstreckt.

Trotz der Intensität des Erdbebens, die in hohen Gebäuden und Wohngegenden Alarm auslöste, leitete die Nationale Einheit für das Risikomanagement von Katastrophen (UNGRD) sofort die Verifizierung von möglichen Schäden in den Städten rund um das Epizentrum ein. Bisher geben die Berichte von Rettungskräften und Feuerwehr der Region keine schweren strukturellen Schäden oder menschliche Verluste an, wenngleich das Monitoring wegen möglicher Nachbeben fortgesetzt wird.

Erdbeben in Mexiko

In Mexiko wurde zeitgleich ein weiteres starkes Erdbeben registriert, das eine Magnitude von 5,3 erreichte. Viele Bürger verließen daraufhin die Gebäude. Die Präsidentin Claudia Sheinbaum sandte nur wenige Minuten nach dem Erdbeben eine beruhigende Nachricht über ihr Konto auf X: „Bis jetzt wurden keine Schäden durch das vorläufig registrierte Erdbeben mit Magnitude 5,2, das um 00:42 Uhr mit dem Epizentrum in San Marcos, Guerrero, aufgezeichnet wurde, gemeldet. Die Nationale Koordination für Zivilschutz startet das Überprüfungsprotokoll.“

Erdbeben in Honduras

Als Ergänzung zur seismischen Aktivität dieses Morgens informierte der SGC auch über ein internationales Ereignis, das nur eine Stunde vor dem Beben in Kolumbien stattfand. Um 01:08 Uhr Ortszeit (entsprechend der zentralamerikanischen Zeitzone) wurde ein starkes Erdbeben in Cuyamel, Honduras registriert. Dieses Ereignis hatte eine Magnitude von 5,2 und unterschied sich dadurch, dass es sich um ein oberflächliches Beben (weniger als 30 Kilometer tief) handelte, im Gegensatz zum kolumbianischen Beben, das üblicherweise in mittleren Tiefen in Santander auftritt.

Die oberflächliche Tiefe des Bebens in Honduras führt dazu, dass die freigesetzte Energie im Bereich des Epizentrums intensiver spürbar ist, was potenziell Gemeinschaften in den Departements Cortés und Santa Bárbara sowie in grenznahen Gebieten zu Guatemala beeinträchtigen kann. Die Quelle dieser Informationen war der U.S. Geological Survey (USGS), die vom SGC im Rahmen seiner regionalen Überwachungsprotokolle bearbeitet und verbreitet wurde.

Geologische Kontext und Präventionsmaßnahmen

Die gleichzeitigen Ereignisse an diesem Morgen unterstreichen die komplexe tektonische Situation in der Region. Kolumbien liegt an der Schnittstelle der Platten von Nazca, Südamerika und der Karibik, während Mittelamerika durch die Subduktion der Cocos-Platte unter die Karibik-Platte beeinflusst wird.

Der Kolumbianische Geologische Dienst erinnert daran, dass das Land seismisch sehr aktiv ist, weshalb solche Ereignisse zu erwarten sind. Die in den ersten Berichten bereitgestellten Informationen sind automatisiert und können nach einer endgültigen technischen Überprüfung Änderungen unterliegen. Den Bürgern wird geraten:

  • Bleiben Sie ruhig: Erdbeben können nicht vorhergesagt werden, aber Vorbereitung reduziert das Risiko.
  • Sichern Sie Gegenstände: Überprüfen Sie, ob Bilderrahmen, Regale und Lampen gut befestigt sind, um Stürze während seismischer Aktivitäten zu vermeiden.
  • Offizielle Quellen: Folgen Sie ausschließlich den Berichten des SGC und den lokalen Antwortorganisationen, um Fehlinformationen zu vermeiden.