Die Künstlerin und der Roboter Ai-Da haben äußerst kostspielige Gemälde geschaffen. Mit ihrem schwarzen, geraden Haar und metallischen Armen verkörpert sie eine Hybridform aus Mensch und Maschine – und nun besucht sie Dänemark.
Im Ausstellungsort Utzon Center in Aalborg kann man sie als Teil der Ausstellung „Ich bin kein Roboter“ erleben. Die Ausstellungsdirektorin Line Nørskov Davenport zeigt sich erfreut, die Künstlerin zu begrüßen: „Es ist wichtig, dass wir darüber reden, wozu wir Technologie nutzen sollten“, sagt sie und hofft, dass Ai-Da als Gesprächsanlass fungieren kann.
Aidan Meller, der Direktor des Unternehmens hinter der Kunstrobotik, teilt Davenports Ansicht und hofft ebenfalls, dass Ai-Da eine Diskussion anstoßen kann, über den Zweck unserer Technologien.
„Als Gesellschaft verschmelzen wir mit der Technologie. Nimm einem Teenager das Smartphone weg und du wirst sehen, wie abhängig wir sind“, äußert sich Aidan Meller. Er wünscht sich, dass das Projekt eine Debatte darüber anregt, wie Technologie eingesetzt wird. Denn für ihn ist Technologie weder gut noch schlecht, sondern lediglich ein Werkzeug.
„Hoffentlich können wir damit Krankheiten heilen, die Bildung verbessern und sicherere Straßen schaffen. Doch werden wir sie dafür nutzen?“, fragt er.
Die Zukunft der Künstler
Betrachtet man Ai-Da, könnte man denken, dass Menschen und Roboter bereits vollkommen miteinander verschmolzen sind. Neben ihrer menschenähnlichen Erscheinung kann Ai-Da tatsächlich menschenähnliche Aktivitäten ausführen. Mit Kameras in ihren Augen hat sie sich beispielsweise die Fähigkeit angeeignet, kreativ zu sein.
„Das, was sie erschafft, ist originell und rein ihr Eigen. Wenn sie mit dem Zeichnen beginnt, wissen wir nicht, was sie hervorbringt“, erklärt Nørskov Davenport. Dennoch gibt es weiterhin Unterschiede zwischen Maschinen und Menschen; nicht alles kann Ai-Da leisten.
„Was wir Menschen haben, ist eine Seele und eine Spiritualität, die wir in die Kunst einfließen lassen“, so Nørskov Davenport, die nicht daran glaubt, dass Künstler in Zukunft ihre Arbeitsplätze verlieren werden.











