Präsentation des 20-Millionen-Jahre alten Unterwasserwaldes in Ruse

Ein einzigartiges multidisziplinäres Forschungsprojekt über den unter Wasser versteinerten Wald in der Bucht von Sozopol wurde heute im Ecomuseum mit Aquarium in Ruse vorgestellt. Die Ausstellung, die bis zum 7. Februar 2026 in der Donaustadt zu sehen ist, offenbart die Überreste eines alten Waldes aus Sumpfzypressen, die in 18 Metern Tiefe im Schwarzen Meer erhalten geblieben sind.

„Dies ist ein einzigartiges geo-biologisches Phänomen ohne Analogien in der Welt“, sagte der Projektleiter, Professor Lyubomir Kenderov, zitiert von BTA. Laut den Forschern beträgt das Alter der versteinerten Bäume ungefähr 20 Millionen Jahre.

Bedrohungen für den Unterwasserreichtum

Die Wissenschaftler nutzen die Plattform in Ruse, um einen dringenden Appell zum Schutz dieser natürlichen Sehenswürdigkeit zu richten. Der Unterwasserwald ist einem systematischen Druck durch Verschmutzung, industriellen Fischfang und Ankerung von Schiffen ausgesetzt.

Professor Kenderov warnte Freizeittaucher davor, Stücke von den alten Bäumen zu sammeln, da die Proben sofort zerfallen, sobald sie in Kontakt mit Sauerstoff gelangen. Laut Hristo Pimpirev, der an den ersten Expeditionen in den 1980er Jahren beteiligt war, sollte das Gebiet den Status eines Naturschutzgebiets erhalten.

Wissenschaft und Innovation im Museum

Besucher des Ecomuseums können detaillierte 3D-Modelle des fossilen Baumstamms „Krone“, im Maßstab 1:2, sowie ein tatsächliches Exemplar von fossilisiertem Holz sehen. Die Untersuchung wurde von einem Team der Sofioter Universität „St. Kliment Ohridski“ und dem Nationalen Naturhistorischen Museum der BAS durchgeführt.

Parallel zur Ausstellung präsentierte Professor Hristo Pimpirev auch sein neues Buch „Antarktis – Geschichte, Natur, die bulgarischen Polarologen“, das er zusammen mit Iglika Trifonova verfasst hat. Die Veröffentlichung verfolgt die Geschichte des Eis-Kontinents und die bulgarische Präsenz dort.