Rätselhafte Spuren über Falkensee: Die Erklärung der Weltraumorganisation

Falkensee. Am Donnerstag, dem 15. Januar, wurden über dem Havelland besonders dichte Kondensstreifen in großen Höhen beobachtet, die stark an Rauchschwaden erinnerten. Eine Frau teilte um 16:15 Uhr ein Foto in einer regionalen Facebook-Gruppe mit der Bildunterschrift: „Rauchentwicklung in großer Höhe. Wie im Film ‚Don’t Look Up‘. Komet? Weltraumschrott?“

Bis zum folgenden Tag um 12 Uhr konnte die Polizei jedoch keine weiteren Hinweise auf ähnliche Sichtungen finden. Auch eine Anfrage beim Weltraumkommando der Bundeswehr blieb bis Freitag ohne Antwort.

Könnte es Überreste der ISS-Rückholaktion sein?

Erste Spekulationen deuteten darauf hin, dass das Phänomen möglicherweise mit der ISS-Kapsel zusammenhängen könnte. Am Donnerstag hatte die US-Raumfahrtbehörde NASA eine vierköpfige Astronautenbesatzung der ISS aufgrund medizinischer Schwierigkeiten vorzeitig zur Erde zurückgebracht.

Die Frage, ob diese Rückholaktion Auswirkungen bis nach Brandenburg hatte, wurde von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) verneint. Auf Anfrage der MAZ erklärte die ESA, was höchstwahrscheinlich über dem Havelland beobachtet wurde – und was nicht der Fall war.

Klare Aussagen von der ESA

„Es handelt sich definitiv nicht um den Wiedereintritt von Weltraumschrott“, betonte Simona Nichiteanu, Pressesprecherin der ESA. Die Weltraumorganisation glaubt vielmehr an eine irdische Erklärung: „Unsere Experten sind der Ansicht, dass es sich um die Spur eines Flugzeugs handeln könnte, die aufgrund der Lichtverhältnisse (kurz vor Sonnenuntergang) besonders gut sichtbar war“, teilte die ESA mit.